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Die Entstehung des Allgemeinen Schützenverein Ostwennemar 1954 e.V.

Zu den Gemeinschaften, die sich für die Mitmenschen eingesetzt haben, gehört das Schützenwesen. Vielfältig waren die Aufgabengebiete im Laufe der gut 1000jährigen Geschichte. Vieles hat sich bis heute erhalten und bewährt. Ein Blick auf die Gründungsjahre einiger Nachbarvereine zeigt, dass sich nach großen geschichtlichen Ereignissen die Menschen in Schützenvereinen zusammengeschlossen haben. Das war nach den Befreiungskriegen so, ebenfalls nach 1871,1918 und 1945. Wir sind ein verhältnismäßig junger Verein. Nach 1945 lagen in unserer Heimat nicht nur Städte und Gemeinden in Schutt und Asche, auch das öffentliche Leben wurde in Mitleidenschaft gezogen. Es herrschte in unserer Gemeinde große Wohnungsnot, Vertriebene und Flüchtlinge suchten eine neue Heimat. Lebensmittel waren knapp und das Geld nichts wert. Trotzdem verband alle ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Nach der Währungsumstellung 1948 änderte sich vieles in unserem Umfeld. Nach einer Zeit der Entbehrung konnten lang gehegte Wünsche erfüllt werden. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Es gab viele Gemeinsamkeiten und Interessengebiete, die man zu fordern bereit war. Der Entschluss zur Gründung eines Schützenvereins in unserem Ortsteil kam also nicht von heute auf morgen.

GRÜNGUNGS-PROTOKOLL  vom 17.08.1954

Vieles war bei den Planungen zu bedenken und vorzubereiten. Gut gerüstet luden die Initiatoren zu einer Gründungsversammlung am 17.08.1954 in die Gaststätte „Zum Sandknapp" ein. Das Echo war ermutigend. 93 Bürger fanden den Weg zur Versammlung. Man hatte sich große Ziele gesetzt.

Die vorhandene Begeisterung half über verschiedene Anfangsschwierigkeiten hinweg. Eine Satzung wurde erstellt, Avantgarde, Fanfarenzug und Schießgruppe gegründet, sowie die Vereinsfahne und das Avantgardenbanner in Auftrag gegeben.

Ein Festwirt wurde in Karl Helmig gefunden, der auch den Kugelfang stiftete. 1955 konnte das erste Schützenfest gefeiert werden. Die Schützen waren sich damals nicht bewusst, dass sie einen wichtigen Beitrag zur Integration in der Gemeinde geleistet haben. Die Jahre gingen dahin. Wirtschaftliche Überlegungen standen im Mittelpunkt. Als unser Festwirt sich entschloss, die Säle anderweitig zu nutzen.

Es galt von nun ab eine schwierige Zeit zu überwinden. Einige Jahre waren wir gezwungen unser Fest und andere Veranstaltungen in vom Zeltverleiher Fritz Helm gestellten Zelten, auf der Wiese „Am Mennenkamp" zu feiern. Das Vereinsleben litt sehr darunter. Die Wende trat ein, als wir von der Salzgitter AG ein Flurstück „Am Mennenkamp" zu Pachtbedingungen angeboten bekamen. Das Gelände eignete sich hervorragend für unsere Zwecke und mit Elan ging es an die Arbeit. Der Platz wurde planiert und befestigt, eingezäunt und ein provisorisches Vereinsheim errichtet. In einer spektakulären Aktion wurden Kugelfang und Gedenkstein umgesetzt. Das verfolgen gemeinsamer Ziele in Verbindung mit dem Aufbau Schützenplatz stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein ungemein. Später bot sich die Gelegenheit ein angrenzendes Flurstück hinzu zu pachten. Plötzlich stand uns ein Gelände von etwa 7500 qm zur Verfugung.

Der Aufstellung eines geräumigen Festzeltes stand nichts mehr im Wege und der Zuspruch seitens der Bevölkerung blieb nicht aus. Leider stieg im Laufe der Jahre der Pachtzins zeitgleich mit dem Aufwärtstrend im Verein. Zudem gab es eine Klausel im Vertrag, dass der Platz jederzeit kündbar war. Im Jahre 1984 traten wir an die Salzgitter AG mit der Bitte heran, das Gelände kaufen zu können. Als wir aber die Kaufsumme erfuhren, wurden im Verein doch einige blass um die Nase. Ganze 105.000,00 DM waren aufzubringen.

Nun das Kunststück gelang.